Langtitel: Phasen- und länderübergreifende OER-Modulbausteine für die Lehrer:innenbildung: Entwicklungsorientierte Angebote im Spannungsfeld von Individualisierung und Kooperation
Laufzeit: 2022 bis 2024
Eigene Position: Konzeption digitaler Lernbausteine für mediengestützten Sachunterricht
Im Rahmen des Projekts „Fachdidaktik.inklusiv.digital“ sind an der Universität Bremen modulare Inhalte als Open Educational Resources (OER) für Lehramtsstudierende, Referendarinnen und Referendare sowie Lehrkräfte entstanden, die gleichermaßen in Präsenz- oder Blended-Learning Seminaren, aber auch zum Selbststudium eingesetzt werden können. Dazu werden Expertinnen und Experten aus der Schulpraxis und den Fachdidaktiken systematisch eingebunden, um die spezifischen Herausforderungen im Einsatz digitaler Medien im inklusiven Unterricht aus Fachperspektive zu beleuchten. Das Projekt wird umgesetzt in Kooperation mit der Europa-Universität Flensburg und dem Niedersächsischen Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung.
Ziel der Konzeption der Bausteine ist es, dass für die Studierenden ein individualisierter, kollaborativer und interdisziplinärer Lernraum für die digital-inklusive Bildung zur Verfügung gestellt werden kann, der durch die Beteiligung der Expertinnen und Experten wissenschaftlich fundierte Lehrkräftebildung im kollaborativen gemeinsamen Entstehungsprozess mit Studierenden für die Lehrkräfteprofessionalisierung realisiert.
Gemeinsam mit Dr.in Linya Coers aus der Sachunterrichtsdidaktik habe ich zwei konkrete Lernbausteine zum digital-unterstützten Sachunterricht entwickelt.
- Baustein 1 – Abstrakte Prozesse durch Animationen anschaulich gestalten: Animationen ermöglichen es, Prozesse, Abläufe und Schrittfolgen, die mit unseren Sinnen nur schwer oder gar nicht erfassbar sind, sichtbar oder erkennbar zu machen. Außerdem können sie komplexe Sachverhalte durch verschiedene gestalterische Elemente zugänglicher und verstehbarer darstellen. Dieser Baustein zeigt Möglichkeiten auf, welche Potenziale Animationen für inklusives Lernen im Sachunterricht bereithalten und Lehrkräfte und auch Schüler:innen selbst zu Produzent:innen von Animationen werden können, die Kindern individuelle Zugänge zu einer Sache ermöglichen.
- Baustein 2 – Lebenswelten der Kinder durch digitale Kartenarbeit im Sozialraum erkunden: Digitale Karten können eine zeitgemäße und für die Kinder zugängliche Ergänzung zur Arbeit mit analogen gedruckten Karten im Sachunterricht sein. Sie sind individualisierbar und lassen sich im Kontext verschiedener sachunterrichtlicher Inhalte – auch über das geographische Lernen hinaus – nutzen und/oder von den Kindern selbst gestalten. Nicht zuletzt ermöglichen es verschiedene digitale Karten-Tools, den (sozialen) Nahraum der Schule bzw. das Wohnumfeld der Kinder unter neuen Perspektiven zu erkunden und dabei Kompetenzen des geographischen Lernens individuell zu fördern. Wie dies gelingen kann, zeigt der Baustein mit zwei exemplarischen Einsatzszenarien.
